Ruby ♥

Ruby ♥

Dienstag, 4. November 2014

Up and down

Nun sind wieder zwei Monate vergangen, seitdem ich mich hier das letzte Mal gemeldet habe. *seufz* Momentan rennt mir die Zeit irgendwie davon. 

Das Hundemädchen ist zurzeit in Höchstform. Ruby ist, vermutlich u.a. aus Pubertätsgründen, ziemlich ... nennen wir es mal "schwierig". Einige Dinge, die ich mit ihr von Anfang an geübt habe, haben ja zwischenzeitlich mal besser geklappt. Aber im Moment möchte irgendwie gar nichts so recht funktionieren.

Im Sommer waren wir am See, da hat Ruby sich pudel- (oder sollte ich sagen labrador?) wohl gefühlt ♥


Mit der Leinenführigkeit fange ich da gern an. Ruby ist kaum mehr ansprechbar, wenn wir rausgehen. Und da wir nun mal ziemlich zentral wohnen, sind die meisten Spaziergänge erstmal an der Leine. Das ist auch das Problem, vermute ich. Sie möchte lieber selbst entscheiden dürfen, wann sie stehenbleibt, wann es schneller und wann langsamer geht. Sie möchte in diesen Momenten eher nicht so gern auf mich hören. 
Wenn ich sie dagegen im Feld ohne Leine laufen lasse, kommt sie immer, wenn ich rufe, sie orientiert sich sehr an mir und würde nie mehr als 10 Meter von mir entfernt bleiben. Kaum aber hat sie die Leine dran, geht es auch schon genauso los wie in der Stadt. 

Typisch für sie: Immer am hecheln, wenn wir unterwegs sind. Herz wurde abgecheckt, alles ok. Sie ist einfach aufgeregt- immer.


Das nächste Thema ist, dass Ruby offenbar denkt, sie müsse mich kontrollieren und zum Teil macht sie das auch in manchen Situationen sehr deutlich. Wenn ich beispielsweise mit ihr draußen bin, mein Handy klingelt oder ich möchte mich mit jemandem unterhalten, fängt sie manchmal an, mich zu maßregeln und springt an mir hoch, will mich in die Hände beißen o.ä. Nicht fest, aber es ist deutlich zu sehen, dass sie meint, nur weil ihr langweilig ist, sie müsse mich auffordern weiterzugehen.
So ähnlich ist es auch, wenn ich meinem Mann die Leine in die Hand drücke. Und wenn es nur aus dem Grund ist, dass ich mir schnell mal die Schuhe zubinden möchte. Ruby flippt dermaßen aus, weil ich es "gewagt" habe, sie jemand anderem zu geben! Allerdings geht sie dann nicht die Person an, die sie gerade hält, sondern sie bellt MICH an. Ergo: Sie denkt wohl, sie müsse die Entscheidungen treffen. Sie ist sehr oft respektlos mir gegenüber.
Nun ist das kein Problem, das so selten auftritt (gerade beim Labrador habe ich davon schon häufiger gelesen). Ich bin mir auch sicher, dass wir das in den Griff kriegen oder es mit der Zeit wieder besser wird.

"Mit meinem Kumpel Lucky kann ich einfach am besten rennen und spielen!" :-)


Ändern werde ich nun folgende Dinge bzw. habe ich teilweise schon:

- Zuhause wird Ruby nicht mehr beachtet. Sie ist bisher viel zu sehr der Mittelpunkt gewesen und das ist, denke ich, auch ein großer Punkt, weshalb sie meint, sie wäre die Prinzessin, nach der sich alle richten müssen.

- Ich habe Einzelstunden bei unserer Trainerin gebucht, damit wir an die Leinenführigkeit nochmal anders herangehen und damit ich weiß, wie ich mich beispielsweise in oben genannten Situationen verhalten sollte.

- Tägliche Ausflüge ins Feld sind nun angesagt. Vorher bin ich zwar auch alle 2-3 Tage mit ihr ins Feld gefahren, aber Ruby ist eben ein Powerpaket und liebt es zu rennen. Außerdem soll sie öfter "einfach mal Hund sein" dürfen. Ich denke, ich verlange vielleicht auch manchmal zu viel von ihr im Alltag.*

- Der Futterbeutel wird wieder häufiger genutzt. Stärkt die Bindung und Ruby lernt, dass sie nur mit meiner Hilfe ans Ziel kommt.

... Es werden sicher noch mehr Kleinigkeiten dazu kommen, die ich verändere und dabei auch konsequent bleibe. 

"Ich bin doch soooo lieb!"


Zum * gibt es zu sagen, dass Ruby's Schilddrüsenwerte zwar ok sind, aber meine Trainerin, sowie meine Tierärztin (und auch ich ^^) sich sicher sind, dass Ruby sehr reizempfindlich und sensibel ist, was ihre Umwelt angeht. Ich merke das an Kleinigkeiten.
Ruby folgt mir ihrem Blick beispielsweise einem Blatt im Wind. Allein das kann schon dazu führen, dass sie irgendwie Stress hat oder gefrustet ist (vielleicht weil sie dem Blatt - aufgrund der Leinenbegrenzung - nicht hinterher kann) und beginnt an einem Ast, der neben ihr liegt, herumzuknabbern.
Dieses Verhalten zeigt sie recht häufig auf Spaziergängen und kann, wie gesagt, wirklich von banalen Dingen ausgelöst werden. Im Feld (bzw. wenn sie die Möglichkeit hat zu rennen), rennt sie sich ihren "Frust" weg. Sie ist dabei wie ein kleines Trampeltier und bremst nicht selten mit ihrem Gesicht oder macht nochmal ungewollte Saltos. ^^ 

Sie ist eben meine kleine Hibbelprinzessin und noch dazu mitten in der Pubertät. Ich bin sicher, dass sich all diese Dinge wieder einpendeln werden.
Demnächst wird sie vermutlich auch wieder läufig, vielleicht sieht danach die Welt auch wieder anders aus. :-)


Dave findet sie vor und nach der Läufigkeit immer ganz besonders toll :-D





"Das riecht irgendwie komisch.." xD
Mal schnuppern....

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